日本語の美しさ  

Manuel Noack

日本語を勉強しようと初めて思ったとき、私はそれが何を意味するのかさえ全く解っていませんでした。今のドイツのほとんどの子供や若者と同様、私にとって日本との唯一の接点はアニメしかなかったからです。日本語をオリジナルで聞くと、それは全く異質な音の連続でしかなく、何一つ理解できませんでした。しかし日本語のセリフからは登場人物の「気持ち」が私の心にビンビンと伝わってきました。意味は全く理解できなかったのですが、日本語には人の「思い」を生き生きと伝える力があることだけは子供心に解りました。

ある時、私は思い立って日本語の教科書を2冊インターネットで注文しました。日本語とは一体どういうものなのか全体像を把みたかったのです。そのとき自分が日本語をどう捉えていたのか、はっきりとは覚えていないのですが、とにかく音程が意味を左右する(中国語ほどではないにしても)、文法構造が途方もなく複雑で無数の規則、不規則、例外があって、それらが微妙なニュアンスの違いを生み出すと言う印象でした。

しかし実際に教科書を見るとそこには驚くほどすっきりした全体像が描かれていました。基本構造は整然としていて規則的に見えました。言葉にはパターンがあり、動詞は4つか5つほどの例外を除いて規則的に変化し、文の要素は助詞で互いにしっかりと結合されます。もちろん全てが単純なわけではありません。深層には、はるかに膨大なものが隠れているのです。しかし日本語の基礎構造は私が危惧していたほど把みどころのないものではないことが突然見えてきました。今のイメージでは、日本語の構造は一つのLegoの作品のようです。

学び始める前には考えたこともなかったのですが、このシンタックスの美しさにも増して私にとって嬉しかったのは、日本語の「音の美しさ」です。

五十音表で最初に出てくるのが「あいうえお」です。日本語のほとんどの音はこの5つの母音のどれかを子音を組み合わせることで成立します。音節が生まれるのです。例えば/n/という子音と組み合わせると、「なにぬねの」ができます。/k/という子音であれば、「かきくけこ」ができます。他の行には少し変わった変化もあります。例えばsの行であれば、「さしすせそ」なのですが、「し」の音は/si/ではなく/shi/になります。初めて五十音表を見たときは「この五十音表のレベルでも既に不規則性があるではないか!」とため息が出ました。しかし学んでいくうちに、それらの例外は「人が発音しやすいように」設けられているということが解りました。

それから私は日本語の美しい音と次々に出会うことになります。「あいうえお」の母音は私にとっては、人が発することのできる最もクリアで綺麗な音です。日本語のほとんどの音節はそのような母音で終わります。そして音楽的な響きが生まれるのです。柔らかく繊細な音もあれば、力強くシャープな音もあり、重厚な響きもあれば、微風のような囁きもあります。音の体系自体は比較的単純なのですが、そこから非常に多様な音色の音が生まれます。その数は100を遥かに超えるのです。

学び始める以前に、日本語の音が私の耳にどのように聞こえていたかを思い出すことはとても難しいのですが、日本語はとうてい習得不可能に見えました。異質、抽象的、不規則で欧州言語からあまりにもかけ離れている。私を含め、ヨーロッパ人には理解できない体系に思えていました。

しかし少し学んでみると、このような先入観はあっという間に消え去りました。まったく異質な音でしかなかったものの中に、思っていたより遥かに秩序だった音の体系が見えてきました。どんな文、どんな言葉、どんな音節からも「あいうえお」がはっきり聞こえ始めたのです。「あいうえお」は日本語で最も大事な音です。アニメを見ていた子供の頃には、ドイツの他の子供達と同様、このことすら全くわかりませんでした。

日本語はとても複雑で混沌とした言語だと思っていたのですが、私の前に現れたのは一貫した、すっきりした文法体系と、鳥肌が立つほど美しい言語音であったのです。

この論理性と音楽性の組み合わせは今も私を魅了し続けています。学び始めてからかなりの年月が経ちましたが、私は今でも日本語より美しい響きの言語を他に知らないのです。

(吉村謙輔 訳)

Als ich das erste Mal auf die Idee kam, Japanisch zu lernen, wusste ich überhaupt nicht, was auf mich zukommen würde. Die einzige wirkliche Verbindung, die ich damals zu Japan hatte, waren Anime – wahrscheinlich wie bei vielen anderen deutschen Kindern und Jugendlichen meiner Generation. In der Originalsprache klang Japanisch für mich immer nach etwas vollkommen Fremdem, das ich überhaupt nicht einordnen konnte.

Gleichzeitig wirkte die Sprache unglaublich emotional. Selbst ohne ein einziges Wort zu verstehen, hatte ich das Gefühl, dass Emotionen sehr stark durch die Sprache transportiert wurden.

Irgendwann bestellte ich mir zwei Japanisch Lehrbücher aus dem Internet, die mir zunächst einfach einen Überblick über die Sprache geben sollten. Heute kann ich gar nicht mehr genau sagen, was ich eigentlich erwartet hatte. Ich stellte mir Japanisch als eine unglaublich tonbasierte Sprache vor, vielleicht ähnlich wie Chinesisch. Gleichzeitig hatte ich immer wieder gehört, Japanisch sei eine besonders komplexe Sprache. Deshalb erwartete ich unzählige Regeln, Unregelmäßigkeiten und Ausnahmen, mit denen selbst kleinste Nuancen ausgedrückt werden.

Was ich dann vor mir sah, überraschte mich. Die grundlegende Struktur erschien mir erstaunlich regelmäßig. Wörter folgen festen Mustern, Verben sind bis auf 4 oder 5 Wörter regelmäßig, und Satzbestandteile werden mithilfe von Partikeln miteinander verbunden. Natürlich steckt hinter all dem noch sehr viel mehr. Aber die grundlegende Struktur, vor der ich vorher Respekt gehabt hatte, erschien mir plötzlich gar nicht mehr so unverständlich. Das Bild was ich auch heute noch im Kopf habe, ist das Japanisch für mich, rein auf Struktureller Basis, wie LEGO aussieht.Noch stärker faszinierte mich allerdings etwas, worüber ich vorher überhaupt nicht nachgedacht hatte: die Laute der japanischen Sprache.

Schaut man sich eine klassische Hiragana-Tabelle an, findet man zunächst die fünf Selbstlaute あ、い、う、え、お.

Die meisten anderen Laute entstehen dadurch, dass ein Konsonant mit einem dieser Vokale verbunden wird. Daraus werden dann Silben. Aus dem Konsonant „n“ werden beispielsweise な、に、ぬ、ね、の. Beim „k“ entstehen か、き、く、け、こ. Bei anderen Reihen verändert sich die Aussprache etwas stärker. Aus der s-Reihe werden beispielsweise さ、し、す、せ、そ. Es entsteht also nicht einfach ein deutsches „si“, sondern し, ein Laut, der eher wie „shi“ klingt.

Ich weiß noch ganz genau wie ich mir damals die Tabelle anschaute. Ich dachte zu mir selbst, Unregelmäßigkeiten sind nur alleine schon im Alphabet sehr präsent. Erst mit etwas Zeit merkte ich, dass diese Töne eher leichter und angenehmer vom Menschen produziert werden können.

Und dann kam für mich eine der größten Schönheiten der Japanischen Sprache zum Vorschein. Die Vokale あ、い、う、え、お gehören für mich zu den schönsten und klarsten Lauten, die ein Mensch erzeugen kann. Viele japanische Silben enden auf einem solchen Vokal. Dadurch entsteht ein wunderschöner Klang. Manche Laute wirken weich und zart, andere hart, dumpf oder scharf, wieder andere beinahe gehaucht. Obwohl das Lautsystem vergleichsweise überschaubar ist, kann daraus eine enorme Vielfalt an Klängen entstehen. Weit mehr als einhundert!

Heute fällt es mir erstaunlich schwer, mich daran zu erinnern, wie Japanisch für mich eigentlich klang, bevor ich angefangen hatte, mich mit der Sprache auseinanderzusetzen. Damals wirkte es auf mich wie eine Sprache, die praktisch nicht lernbar war. Sie klang fremd, abstrakt, unregelmäßig und so weit von europäischen Sprachen entfernt, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dieses System jemals wirklich zu verstehen. Schon nachdem ich mich nur ein wenig mit Japanisch beschäftigt hatte,

verschwand dieses Gefühl aber erstaunlich schnell. Hinter den zunächst vollkommen fremden Lauten entdeckte ich ein System, das wesentlich regelmäßiger war, als ich erwartet hatte. Auf einem mal hörte ich in jedem Satz, in jedem Wort, nach jeder Silbe, ein あ、い、う、え oder お. Diese Selbstlaute sind mit Abstand das dominierendste im Japanisch. Nicht

einmal diese Tatsache habe ich als Kind bemerkt wenn ich Japanische Animes gesehen habe. Ich bin mir aber sicher das dass kein anderes Kind bemerkt hat. Ich hatte eine komplizierte, beinahe undurchschaubare Sprache erwartet. Stattdessen wurde ich von einem erstaunlich konstanten grammatikalischen System und einigen der schönsten Klänge überrascht, die eine Sprache für mich haben kann.

Diese Kombination fasziniert mich bis heute. Und selbst nach all den Jahren fällt es mir noch immer schwer, eine Sprache zu nennen, die für mich schöner klingt als Japanisch.

Manuel Noack